Leider, leider habe ich bisher noch keine Möglichkeit gefunden, Bilder in den Blog hochzuladen ohne dabei nicht nur meine Seele, sondern auch noch alle meine Bilder an Google zu verkaufen 😁 Das will ich nämlich nicht. Falls jemand ne Idee hat... nur her damit.
Bin inzwischen in Nukus in Karakalpakstan, der unabhängigen Republik am äußeren westlichen Rand von Usbekistan. Von hier aus kann man Expeditionen an den Aralsee unternehmen, was wir morgen auch machen werden. Jedenfalls bis dahin, wo der See mal war...
Aber ich wollte ja über Vertrauen schreiben...
Reisen ist mit den Jahren für mich immer mehr zu einer philosophischen Angelegenheit geworden. Klar möcht ich die Welt sehen, Menschen begegnen, Kulturen kennen lernen etc. Aber dabei geht es immer auch um eine Reise zu mir selbst, darum, dass ich mich aufmache, dass ich unterwegs bin. Wohin?
Zu mir selbst würde ich sagen.
Vor allem, wenn man ganz alleine reist, bekommt man wirklich gut Gelegenheit sich selbst auf den Grund zu kommen, auch sich selbst zu erfahren. Und auch, es mit sich selbst auszuhalten.
Da man immer wieder mit Neuem konfrontiert ist, kann man sich selbst immer besser kennenlernen. Das gefällt mir, auch wenn es nicht nur immer eitel Sonnenschein bedeutet.
So lernt man also immer besser, sich selbst zu vertrauen, weil nicht automatisch ein Umfeld da ist, das einen auffängt.
Gleichzeitig bekommt man aber auch unglaublich viel Hilfe, von völlig unbekannten Menschen u das ist auch eine ganz besondere Erfahrung, die ich zu Hause viel zu selten mache. Vielleicht auch nur, weil ich mich da nicht darauf einlasse?
Hier auf dieser Reise ist mir jedenfalls besonders klar geworden, wie sehr diese Art unterwegs zu sein meine Fähigkeit zu vertrauen u auch mein Bedürfnis nach Vertrauen stärkt.
Wenn z. B. der Taxifahrer, der mich am Flughafen in Buchara abholt, in kleine, verwinkelte, unbeleuchtete Seitengässchen abbiegt u dort gefühlt mehrere Runden dreht bis er endlich an meinem Hotel ankommt.
Wenn mich der Rezeptionist im Hotel dann durch eben diese Gässchen zu einem Restaurant schickt. Alles verlassen, stockdunkel...
Und ich dann innerlich spüre: "Das ist möglich. Du darfst dir vertrauen u den Menschen um dich herum. Die Welt ist gut!" Dann ist das ein unheimlich beglückendes Gefühl...
(Vielleicht ist auch immer noch ein bisschen Adrenalin dabei 😉)
Und es scheint ein Naturgesetz zu sein: Je mehr ich Vertrauen schenke, desto mehr bekomme ich zurück u desto mehr Vertrauen kommt in mein Leben.
Wie bei der Liebe...
Übt Liebe und Vertrauen, es lohnt sich!
Salam
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